SIMBA

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sicher und mobil durch begleitende Assistenzsysteme

Ansprechpartner

Prof. Dr. rer. biol. hum. Dipl.-Inform. Med. Reinhold Haux

Kooperationspartner

Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum (BITZ) GmbH
Braunschweiger Taxenzentrale GmbH &Co.KG
Braunschweiger Verkehrs-AG
Institut für Psychologie (IfP)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH)
Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA)
OECON P&S GmbH

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kurzbeschreibung

Das Verbundprojekt lässt sich unter dem Titel „sicher und mobil durch begleitende Assistenzsysteme“ zusammenfassen und wird unter der Kurzbezeichnung GENIAAL Mobil bearbeitet. Mit GENIAAL Mobil sollen neue Konzepte erforscht und erprobt werden, die die Mobilität und Teilhabe älterer Menschen am öffentlichen Leben erhöhen.

Durch die Verbesserung der Mobilität soll die Eigenständigkeit älterer Menschen erhöht, deren selbstständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vermehrt und somit die Lebensqualität gesteigert werden. Dabei sollen nahtlose Mobilitätsketten geschaffen werden, die in bestehenden Infrastrukturen funktionieren. Das Ziel von GENIAAL Mobil ist es den Zugang zu Mobilitätsstrukturen und deren Nutzung bedarfsgerecht zu erleichtern und die Sicherheit durch das Anbieten mobiler Gesundheitsdienstleistungen zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird auf Basis bestehender Informationssysteme ein Assistenz- und Informationssystem entwickelt, welches eine selbstständige Navigation in barrierefreien Routen außerhalb der eigenen Wohnung je nach Grad der individuellen Funktionseinschränkung durch intelligente Kombination von Information, Ortung und Kommunikation unterstützt. Dabei konzentriert sich GENIAAL Mobil auf Routen in der bestehenden Infrastruktur, die zu Fuß, mit dem Taxi, dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) oder einer Kombination zurückgelegt werden. Unter Einbezug der Nutzergruppe werden Umgebungsdaten aufgenommen und eine einfach zu bedienende und leicht verständliche Repräsentation der Daten umgesetzt, die alle betrachteten Mobilitätsarten (zu Fuß, ÖPNV, Taxi) beinhaltet. Zusätzlich zu Umgebungsdaten werden auch Daten zu der Beschaffenheit von flexiblen Zielpunkten, wie Supermärkten, aufgenommen. Der Umgang älterer Menschen mit technischen Assistenzsystemen und die Erforschung von Methoden zur altersgerechte Repräsentation relevanter Mobilitätsdaten in Abhängigkeit der Einschränkung des Nutzers spielen dabei eine Rolle. Dabei gilt es sowohl technische als auch nutzerbezogene Anforderungen an ein Assistenzsystem zu erfassen und umzusetzen. Des Weiteren soll ein Datenmodell zur Erfassung und Speicherung relevanter Umgebungsdaten entwickelt und erprobt werden. Es soll eine Lösung für ein übergreifendes modulares System entwickelt werden, welches verschiedene Mobilitätsarten integriert. Ziel ist es zudem, Erkenntnisse über den Einsatz assistierender Gesundheitstechnologien in mobilen Anwendungen zu gewinnen.

Im GENIAAL Mobil-Verbund arbeiten Forschungseinrichtungen, Mobilitäts-, Sozial-, und Technikdienstleistern gemeinsam daran, in der Region Braunschweig ein Modell zur Erhöhung der Mobilität von älteren Menschen umzusetzen, das als Vorbild für weitere Regionen dienen  kann. Forschungsaspekte werden dabei vom Institut für Psychologie (IfP) und Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover (PLRI) eingebracht. Die beteiligten Dienstleister sind die Braunschweiger Verkehrs-AG (BS V-AG), die Braunschweiger Taxenzentrale (BS Taxenzentrale), die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) und die OECON P&S. Begleitet werden diese vom Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum (BITZ) als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Durch das interdisziplinär aufgestellt Verbundprojekt werden sowohl technische als auch psychologische Aspekte adressiert und die Schaffung nachhaltiger Konzepte begünstigt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.geniaal-mobil.de

Laufzeit

01.02.2012 - 31.01.2015

Mitarbeiter

Eine sensorerweiterte Informationssystem-Architektur zur weitergehenden, reproduzierbaren Beschreibung und Bewertung alltäglicher Mobilität älterer Menschen

Interebenen-Beziehung des 3LGM²-Modells