ROCKET

ROCKET

Nutzung von Methoden der Systemmedizin zur besseren Diagnose von Krankheitsprozessen in Nierentransplantaten

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Dr.-Ing. Michael Marschollek

Kooperationspartner

Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
Technische Universität Dresden, Deutschland
KU Leuven, Belgien
INSERM, Paris, Frankreich
Limoges University, Frankreich

Förderung

ERACoSysMed JTC-2

Kurzbeschreibung

Übergeordnetes Ziel ist, durch Optimierung der Diagnostik die Funktionsdauer von Nierentransplantaten zu verbessern. Diese ist derzeit auf ca. 15 Jahre begrenzt, bedingt durch diverse immunologische und nicht-immunologische Transplantatschädigungen, die isoliert oder kombiniert einwirken und letztlich zum Organverlust führen.
Goldstandard für die Diagnose dieser Prozesse ist die Gewebeuntersuchung mittels Transplantatbiopsie. Prinzipielle Limitation ist hierbei, dass eine sichere Diagnose wegen der Vieldeutigkeit der festgestellten Gewebeläsionen oft nicht möglich ist.
Zahlreiche Studien versuchten deshalb, molekulare Marker in Blut und Urin für die Diagnostik zu etablieren. Bisher gelang es jedoch nicht, diese hoch komplexen Muster verschiedener molekularer Ebenen (Transkriptom, Proteom, Peptidom, Lipidom, Metabolom) für die Routinediagnostik nutzbar zu integrieren.
Die Partner von ROCKET haben in zurückliegenden Studien Biomaterialien (Blut, Urin, Transplantatbiopsien) von mehr als 2000 Patienten auf den o.g. molekularen Ebenen analysiert und bisher Marker für die akute Abstoßung entwickelt. ROCKET wird die Daten aus diesen Analysen, der klinischen Parameter und Gewebeuntersuchungen mit Methoden der Systemmedizin integrieren, um Krankheitsprozesse im Transplantat besser zu definieren und zu diagnostizieren.

Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Wilfried Gwinner von der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen der Medizinischen Hochschule Hannover. Das PLRI beteiligt sich mit Arbeiten im Bereich des modellbasierten Datenmanagements.

Laufzeit

09/2018 - 08/2021

Mitarbeiter